Geschenkt! (und doch recht teuer)

Euro_coins_3D_by_marmar (deviantart.com)

Kurz vor Weihnachten war die Europäische Zentralbank (EZB) offenbar schon in Weihnachtsstimmung und hat den Banken Kredite mit einem Zinssatz von 1% angeboten. Die Folge war, logischerweise, ein Banken-Run. Die Banken haben zugeschlagen und sich, laut diversen Berichten, knapp 500 Milliarden Euro ausgeborgt.

Die EZB macht das natürlich nicht ins Blaue hinein. Auch diese Bank möchte Sicherheiten haben. Als Sicherheiten bekommt sie von den Kreditnehmern Staatsanleihen. Da fangt es schon einmal an komisch zu werden. Die EZB soll unabhängig von politischer Einflussnahme sein, heißt es. Darum darf die EZB auch keine Staatsanleihen direkt kaufen. Seit 2010 darf sie diese aber auf dem Sekundärmarkt erstehen. Ich halte das für die Umgehung der direkten Richtlinien.

Ohne diesem Verbot für den Ankauf von Staatsanleihen wäre der Hilfseffekt sicher ein anderer. Da könnte die EZB die Kredite direkt an die Staaten geben und das zu dem Zinssatz von 1%. Ich bin mir sehr sicher, dass die Banken den Zinssatz der EZB sicher nicht 1:1 weitergeben. Ein Freund hat gemeint, dass es wie Lottospielen nach der Ziehung ist.

Eine andere Frage ist, woher hat die EZB das ganze Geld? Laut dem Bericht in der Süddeutschen Zeitung hat die EZB mit einer Nachfrage in der Höhe von 310 Milliarden Euro gerechnet. Hat die EZB dieses Kapital tatsächlich oder ist es fiktives Geld. Ich will hier gar nicht von nachgedrucktem Geld reden. In der heutigen Zeit ist das Geld ja nur noch Zahlen in den Datenbanken. Den wenn die EZB das Geld, das sie verborgen nur „erfunden“ haben, steigert das wiederum die Inflation, was zu einer Abwertung des Geldes führt. Um sich wieder etwas leisten zu können, muss wieder neues Geld „erfunden“ bzw. gedruckt werden, was die Inflation steigen lässt usw. Diese Spirale dreht sich dann immer weiter und weiter und weiter, bis es zum Gau kommt.

Zum Schluss möchte ich euch noch einen Ausschnitt aus South Park zeigen. Ich hoffe, dass die Banken mit dem Geld jetzt nicht so umgehen.

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