Das war der Opernball 2012

Briefmarke Opernball 2012

Das größte und teuerste Gedränge von Wien ist Geschichte. Nichts hat die (österreichischen) Medien in den letzten Tage mehr beschäftigt als der Opernball. Da konnte selbst das Sparpaket nicht mithalten und dem Gross-Event den Rang ablaufen. Ich bin mir sicher, dass es die Damen und Herren Politiker nicht gestört hat. So gesehen war der Termin für die Präsentation nicht schlecht gewählt.

Die bewegendsten Fragen waren: Wer kommt hin und wer nicht? Wer bringt wen mit und wer sagt in letzter Minute ab bzw. zu. Und ganz wichtig: Wer sitzt wo.

Versteht mich bitte nicht falsch, ich habe nichts gegen den Opernball. Wenn es sich jemand leisten kann und will und es ihm Spaß macht, dann soll er hingehen. Ich würde nicht hingehen, auch wenn ich es mir leisten könnte. Jeden das seine. Man darf aber auch nicht den unmittelbaren wirtschaftlichen Aspekt der Veranstaltung vernachlässigen. Die Gäste von „Ausserhalb“ kommen nicht 30 Minuten vorm Ball und fahren gleich nach der Ballnacht nach Hause . Somit werden Hotelzimmer gebucht. Oft verknüpfen das auch Leute mit einem Kurzurlaub, der ein Paar Tage dauert. Die Leute wollen ja auch was Essen und Trinken. Dabei gehen sie sicher nicht zum McD uns Eck sondern in ein etwas besseres Lokal. Dann kann es ja auch noch sein, dass sie in dem einen oder anderen Geschäft noch etwas kaufen.

Ein gutes Beispiel ist Richard Lugner. Man kann zu ihm stehen, wie man will. Er ist vielleicht etwas skurril, egozentrisch usw., aber er nimmt sein eigenes Geld dafür in die Hand. Wenn er einen Star kommen lässt, zahlt er die Unterkunft, die Ballbekleidung, die Verpflegung usw. Er bringt dem Veranstalter auch einiges an Medieninteresse. Auch wenn manche deutsche Medien vor ein paar Wochen Richard Lugner für den Veranstalter des Opernball gehalten haben. Aber es ist nun mal so. Die Lugners gehören irgendwie dazu.

Von wem ich enttäuscht bin, sind die Mitglieder der Bundesregierung. Wieso muss ca. die Hälfte der Minister auf Staatskosten, als um unser Geld, an dem Event teilnehmen. Noch dazu in einer Zeit, wo man an allen Ecken und Enden sparen soll/muss. Unsere Finanzministerin hat es richtig gemacht. Sie ist dem Opernball ferngeblieben, weil sie es nicht verantworten kann in der Zeit des Sparens, Steuergelder für so etwas zu verschwenden. Andere Mitglieder haben nicht nur am lustigen Trieben, auf unsere Kosten, teilgenommen, sondern auch noch andere Personen eingeladen. Da lobe ich mir den Richard Lugner und Kollegen, die, wie schon gesagt, alles aus eigener Tasche zahlen.

Das womit uns der ORF berieselt hat, war wieder das Gleiche. Moderatoren, die versuchen witzig zu sein. Am roten Teppich sieht man wieder die selben Gesichter. Manche gealtert, manche nicht. Aber nachdem jeder am nächsten Tag mitreden will war es ein Quotenhit beim ORF. Und auch bei mir ist es nebenbei gelaufen.

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