Möchten sie auf meinem Auto Platz nehmen?

Traffic_by_davidsant (deviantart.com)

Es ist der Morgen am letzten Arbeitstag des Jahres. Auf den Straßen ist fast nichts los. Ich stehe als einziger mit meinem Fahrrad bei der roten Ampel und warte auf die weiterfahrt. Gegenüber steht auf der Spur für Linksabbieger ein Auto. Ich höre wie sich mir ein Auto mit vermutlich relativ hoher Geschwindigkeit nähert. Der Optimist in mir denk sich, „Es wird schon langsamer werden.“ Als die Ampel auf grün umschaltet, setze ich mich mit meinem Fahrrad in Bewegung. Kurz vorm Zebrastreifen schießt das Auto mit einem sehr geringen Abstand am mir vorbei. Dabei komme ich etwas ins wackeln. Weiterlesen

Mein Leben im Web 2.0

Angefangen habe ich vor langer Zeit mit der Business-Plattform xing.com. Dort habe ich in erster Linie nach Freunden, ehemaligen Schulkollegen und Geschäftspartnern gesucht. Zu erst habe ich die Personen händisch gesucht, dann habe ich mein Adressbuch von Outlook importiert. Schlussendlich habe ich unsere komplette Datenbank durch xing.com gejagd. Dort habe ich mir schon ein nettes Netzwerk aufgebaut. Auf der einen Seite hält man Kontakt mit Geschäftspartnern zu denen man nicht so oft Kontakt hat. So bleibt man aber auch bei den ehemaligen Schulkollegen am Laufenden. Da bemerkt man, dass es den einen nach Fern-Ost und andere zum Beispiel nach Deutschland oder sonst irgendwohin verschlagen hat. Weiterlesen

Der heutige Tag, ein Auf und Ab

Heute Morgen habe ich schon geglaubt, dass ich nicht ins Büro fahren muss. Beinahe hätte mich ein Autofahrer, der bei einer Nachrang- bzw. Stop-Tafel gestanden ist abgeschossen. Er war so sehr damit beschäftigt nach rechts zu blicken und eine Lücke in der Kolone zu ergattern. Dabei hat er offenbar vergessen, dass es links von ihm auch noch eine Welt gibt.

Komisch, den in diese Richtung wollte er doch. Als er losfahren wollte, hat er sich dann doch darauf besonnen, dass er nicht alleine auf der Welt ist. Sein Auto hat einen Rucker gemacht, ich habe die Bremsen gezogen und versucht einen Haken zu schlagen bevor ich mit meinem Fahrrad als Kühlerfigur auf einem dunkelgrauen Kombi lande. Beim Bremsen habe ich gemerkt, wie die Zugkraft an der Vorderbremse schlagartig mit einem metallischen Geräusch nachgelassen hat. Der Autofahrer hat mich dann noch angehupt, mir den Vogel gezeigt, die nächste Lücke genutzt und weg war er. Zum Glück ist nichts passiert. Am Bahnhof habe ich dann festgestellt, dass die Bremse nur noch von ein paar Litzen gehalten wird. Nach 3x bremsen waren die dann aber auch ab.

Im Zug war ich wieder von einigen Leuten umgeben, über die ich schon vor einigen Tagen eine frustvollen Blogeintrag geschrieben habe.

Im Büro hat es dann zum Glück keine niederschmetternden Sachen gegeben.

Beim Heimfahren mit dem Fahrrad ging’s dann bergauf und da muss man bekanntlich nicht so viel bremsen. Außerdem habe ich ja noch die Hinterbremse.

Dabei ist heute ein schöner Tag! Meine Frau und ich haben uns heute vor 13 Jahren kennengelernt und gestern unseren 4. Hochzeitstag gefeiert. ❤

Schlussendlich überwiegen die „Aufs“.

Das sonderbare Verhalten der Menschen in Öffis

Nach dem ich seit vielen, vielen Jahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs bin, habe ich schon so einiges erleben dürfen oder besser gesagt müssen.

  • Da sind die Leute, die ihren Hintern auf eineinhalb Plätze parken und dich dann böse anschauen oder genervt das Gesicht verziehen, wenn man den letzten verbleibenden Platz im ganzen Wagon haben will. Aber nicht, dass diese Leute sich dann auf ihren Platz beschränken. Der Platzbedarf dieser Personen bleibt gleich.
  • Ähnlich ist es auch mit den Fahrgästen, die ihre sämtlichen Taschen auf die umliegenden Plätze verteilen. Ich gebe zu, dass ich meinen Rucksack auch auf den Nebensitz stelle. Aber wenn mehr Leute einsteigen mache ich natürlich Platz.
    Der Überknüller in dieser Kategorie war vor einigen Jahren ein Mann, der im Zug einen kompletten 4er Platz mit Aktentasche, Notebook und einem Haufen an Unterlagen belagert hat. Als ein Fahrgast ihn gefragt hat, ober er sich etwas einschränken kann, meinte der gestresste Geschäftsmann, dass er hier arbeiten muss. Der platzsuchende Herr meinte dann nur, dass er leider kein Firmenschild gesehen hat, er offenbar nicht bei der ÖBB arbeitet und jetzt sofort den Platz frei machen soll. Der Arbeitswütige hat es  dann doch vorgezogen seine Unterlagen einzusammeln.
  • Nicht weniger erfreulich sind die Fahrgäste, die der festen Überzeugung sind ihre Füße auf den Sitz zu legen. Egal ob mit oder ohne Schuhe. Ich empfinde beides als Frechheit.
  • Sehr irritiert reagiere ich bei Leuten, die sich in mein nähestes Umfeld setzen, obwohl der halbe Wagon noch frei ist.
  • Genau so gerne habe ich auch die Leute, die sich bei einem 4er Platz mir direkt gegenüber setzen anstatt auf den Platz daneben.
  • In den letzen Jahren ist es mir verstärkt aufgefallen, dass sich Kinder mit ihren Schultaschen bzw. Rucksäcken am Rücken hinsetzen. Oft sitzen die nicht einmal richtig, sondern der halbe Hintern hängt in der Luft. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das bequem ist.

Was ich auch Liebe sind Fahrgäste die mit ihrer Musik den ganzen Wagon beschallen. Dabei gibt es 2 Varianten. Die einen haben einfach nur schlechte Kopfhörer und belästigen damit den halben Wagon. Die anderen sind die Ansammlungen von meist Kindern und Jugendlichen, die die Musik über den Handy-Lautsprecher wiedergeben.

Beim Aussteigen kommt es auch oft zu Reibereien. Da gibt es die einen, die beinhart in der Türe stehen bleiben und blöd durch die Gegend schauen auch wenn die Menschenmassen aussteigen wollen.
Die anderen wollen schon unbedingt in den Wagon einsteigen, auch wenn die Türen gerade erst aufgegangen sind und die Leute, die aussteigen wollen, noch nicht einmal eine Zehenspitze aus der Türe gestreckt haben. Dazu gibt es immer wieder welche, die mitten vor der Türe stehen und warten, dass sie einsteigen können. Die werden aber meistens von der aussteigenden Welle mitgerissen.

Meine absoluten Lieblinge sind die Leute, die in den Zug einsteigen und gleich bei der Türe stehen bleiben und nicht in der Lage sind in die Gänge weiter zugehen, damit die restlichen Fahrgäste auch noch einsteigen können. Ein Hoch auf den Ego-Trip.

Rückwärts einparken – die Künstler der Parkplätze

Am Sonntag war ich mit meiner Tochter noch Laufrad fahren. Bei einem Parkplatz haben wir eine kleine Rast gemacht. Während meine Maus ihre Jause machte habe ich die Autos beobachtet. Viele Autos waren nicht dort. Mir ist dort ein Auto aufgefallen. An den Scheiben klebte ein L 17-Taferl. Bitte versteht mich nicht falsch, ich habe nichts gegen die L 17-Fahrer. Was mich nur fasziniert hat, war der Versuch sich auf einem leeren Parkplatz neben einem einzelnen rückwärts einzuparken. Der Versuch scheiterte.

Mein erster Gedanke war, dass hier die nächste Generation von Dummparkern herangezüchtet wird. Ein Großteil der Rückwärtseinparker ist faszinierend. Sie belegen meistens mehr als einen Parkplatz. wenn man Glück hat belegen sie nur ihren Parkplatz. Aber dabei kleben sie an der Seitenlinie, dass der Nachbarparkplatz auch verloren ist.

Sehr gern habe ich auch die, die in engen Parkhäusern vor mir mit viel Krampf versuchen ihr Auto rückwärts in eine Parklücke zu quetschen. Zum größeren Fun-Faktor wird das auch gerne mit SUVs gemacht.

Sehr verblüffend sind auch die Leute, die sich auf Parkplätzen bei Supermärkten wie Billa, Merkur usw. rückwärts einparken. Dabei frage ich mich immer, wie diese Leute ihre Einkäufe ins Auto räumen. Bis jetzt hatte ich aber noch nie die Nerven zu warten.

Ich selbst empfinde das rückwärts in eine Parklücke Fahren schwieriger als das rückwärts aus einer Parklücke Herausfahren.

Aber ohne dieser Parkkünstler würde es auf manchen Seiten wie www.kunstparker.de weniger Einträge geben.

Regen vom Himmel und Sonnenschein im Herzen

Heute bin ich nach einer schönen und ruhigen Nacht aufgewacht und war schon zu diesem Zeitpunkt gut aufgelegt. Der Wetterbericht im Radio kündigte zwar Regenschauer an, aber das war mir auch egal. Ich habe mir Frühstück gemacht und dann ging es zu Fuß zum Bahnhof. Am letzten Drittel hat es dann zu regnen begonnen, aber das machte mir nichts. am Bahnhof habe ich dann die Frau mit dem bösen Blick gesehen. Über diese Frau habe ich vor 2 Wochen schon geschrieben. Damals habe ich beschlossen, daß ich mich, zwecks persönlicher Belustigung, in ihre Nähe setzen werde. Gedacht. Getan.

Beim Einsteigen wäre sie mir fast entwischt, aber ich habe sie dann doch gefunden und es waren auf den 4er Platz  noch drei Plätze frei. 😀 Also nahm ich versetzt zu ihr Platz und streckte dank des freien Raumes vis-a-vis mein Beine aus. – Prüfende Blicke. – Die Beste verstaute ihren kleinen Regenschirm in ihrer Tasche und blätterte in der Zeitung. Am anderen 4er Platz wagte es eine Frau mit dem Tierarzt wegen einer Medikamentendosis zu telefonieren. – Böse Blicke, Kopfgeschüttel und unverständlichen Gemurmel. – Das war der absolute Startschuss, „Unterhalte sie mich!“ schoß es mir durch den Kopf. Mögen die Spiele beginnen. Jetzt konnte es nur noch besser werden.

Die Dame hinter der Frau mit den bösen Blick klappte die Fußstütze, die es in den Wiesel-Zügen gibt, herunter. Durch dieses Klack-Geräusch fühlte sie sich natürlich auch in ihrer Welt, wie immer die aussieht, gestört. Es folgte wieder das volle Repertoire. – Im sitzen umdrehen, böser Blick, Kopfgeschüttel und das obligatorische Gemurmel. – mir kostete das nur einen müden Lächler und die Dame mit der Fußstütze schaute etwas irritiert.

Aber dann kam der Überknaller, im wahrsten Sinn des Wortes. Bei einem Ruck, den der Zug machte, löste sich die Fußstütze für den zweiten Sitz. Diese klappte mit einem lauten Klatscher hinunter. In diesem Moment dürfte bei der Frau mit dem bösen Blick ein Teil ihrer Welt eingestürzt sein. Sie fuhr herum, dabei schlug sie mir mit ihrem Fuß gegen mein Knie. Mit einem kurzen Zwischenruf habe ich sie etwas aus der Fassung gebracht und sie hat wenigstens kurz „Entschuldigung“ gesagt. Dann wurde die Dame hinter ihr angekeifft. Ab diesen Zeitpunkt konnte ich nicht mehr ruhig zusehen. Ich habe der Dame in der hinteren Reihe kurz erklärt, daß diese lustige Person mir schon seit einiger Zeit aufgefallen ist wie sie über Nichtigkeiten mit den Augen rollt und immer etwas in sich hinein murmelt.

Auf einmal war ich das neue Feindbild der Frau mit dem bösen Blick. Sie fragt mich, warum ich mich dann zu ihr setze, wenn ich sie nicht leiden kann. Angefangen habe ich mit der Erklärung, daß es sich um ein freies Land und um freie Platzwahl handelt. Die weitere Antwort, daß sie mir durch ihr Verhalten eine gewisse Art der Unterhaltung bietet, dürfte sie wohl etwas ihr Ego getroffen haben. Sie meinte darauf, daß sie jetzt deswegen einem „glatzerten Affen“ gegenüber sitzen muß. Ein Wort ergab das andere. Ich meinte, daß ich Gott sei Dank ein gutes Ego habe und es verkrafte, wenn ich getreten und beschimpft werde. Ich hab wenigstens etwas, auch wenn es eine Glatze ist. Andere Menschen haben nichts, nicht einmal Anstand und Benehmen und sie kann sich ja aufs Klo setzen wenn sie ungestört sein will. Bei ihrer Beschimpfung hat sie mir nicht einmal ins Gesicht sehen können, was ja auch ein Zeichen ist.

Beim Aussteigen habe ich ihr noch ein schönes Leben gewunschen und sie soll es doch etwas leichter nehmen.

Beim nächsten Aufeinandertreffen im Zug weiß ich schon wo ich mich hinsetzen werde. ersten zu meiner persönlichen Belustigung und zweitens, damit ich was zum schreiben habe. Solche Mitmenschen entschädigen für einiges was man mit der ÖBB sonst mitmachen muß.

Taxler sind offenbar überall gleich.

Stockerauer Taxi 1

Gestern Abend ist es mir wieder aufgefallen. Als Taxilenker hat man offenbar Narrenfreiheit. Es ist mir schon des öfteren aufgefallen, daß der stockerauer Taxilenker, und Betreiber eines Fahrradgeschäfts, mit seinem Taxi vor seinem Geschäft steht. Diese Zone ist nur leider mit den Schildern „Halten und Parken verboten“ begrenzt. Wer diese Kreuzung kennt, weiß wie es dort zugeht und wie eng und unübersichtlich es dort auch schon ohne Falschparker sein kann.

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Manche Leute kommen mir der Welt offenbar nicht zurecht.

Heute hatte ich ein Unterhaltungsprogramm der Sonderklasse in der Schnellbahn. Eine Frau hat sich schon beim Einsteigen etwas lauter über einen Herren aufgeregt. Das kommt ja doch hin und wieder vor. Die Frau ist mir schon vor einiger Zeit aufgefallen. Fast jeder wird von ihr argwöhnisch beäugt.

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